Spielzeug!

Fragt man Fotografen und Fotofachverkäufer zum Thema ‘Fotografieren mit Smartphones’, hört man oft Sätze wie “Sind super zum dokumentieren, aber für alles andere nimm eine richtige Kamera”. Und ja, auch ich hatte lange diese Einstellung. Doch Smartphones wurden leistungsstark. Klar, sie verfügen über viele verspielte Funktionen die man nicht wirklich braucht (wie z.B. das endlos vorwärts und rückwärts laufende Kurzvideo – das nervt spätestens nach dem 3. Clip) und eine winzige Linse kann es nun mal nicht mit einem 4kg-Teleobjektiv aufnehmen wenn der Hirsch im Gebüsch steht. Doch die Technik macht enorme Fortschritte und gezielt eingesetzt sind sie praktisch und manchmal sogar Retter in der Not.

Ein Beispiel (und ein Tipp):

Wasser mit längeren Belichtungszeiten abzulichten gibt dem Bild einen besonderen Touch. In der Regel benötigt man dafür: Stativ mit Stativkopf, Kamera, Objektiv sowie Graufilter mit Halterung (einige schwören noch auf einen Fernauslöser). Das gibt – ohne Frage – super Ergebnisse in top Qualität.

Doch was wenn das Graufilter-Set mit Halterung keinen Platz mehr hatte? Das Stativ anderem Outdoor-Material Platz machen musste? Dann muss eben eine andere Lösung hin – zum Beispiel ein Smartphone mit Langzeitbelichtungs-Funktion.

Die folgenden zwei Beispiele wurde mit einem iPhone 8 Plus aufgenommen (verschiebe den Regler im Bild um den Unterschied zwischen einer ‘normalen’ Belichtung und einer Langzeitbelichtung zu sehen):

NormalNormal
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Und so wird es gemacht

Mit besagtem iPhone geht dies so: Erstelle ein Foto mit eingeschaltetem ‘Live-Modus’ (und möglichst ruhiger Hand), zeige das Foto an, streiche nach oben und wähle den Effekt ‘Langzeitbelichtung’ – fertig! Wenn das Smartphone keine solche Funktion hat, dann gibt’s bestimmt eine App welche das anbietet.

Die bessere Lösung?

Dies ist ein kleines Beispiel dafür, wie ein Smartphone im Gepäck durchaus die Situation retten kann. Liefert es die beste Qualität? Nein! Ist es technisch so reif wie professionelle Kameras? Nein! Aber es ist klein, leicht und verfügbar.

Wer Bilder schiesst und diese nicht-kommerziell verwendet (z.B. auf Social Media Plattformen mit Freunden teilt oder einfach als schöne Erinnerung archiviert), dem reichen bestimmt auch mal Aufnahmen welche mit dem Smartphone geschossen wurde. Oder?